Home  >  Medienberichte

    Kennenlernen, Ängste und Frustrationen abbauen: JCI Appenzellerland trifft Flüchtlinge

    Flüchtlinge und JCI

    In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Integration AI und mit kompetenter Moderation durch Hanspeter Spörri hatten die Mitglieder der JCI die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch rund 20 anerkannte Flüchtlinge kennenzulernen.

    Dem Jahresprogramm von Präsident Thomas Sutter mit dem Motto „klein und fein“ entsprechend, war es das Ziel, ein hochaktuelles Thema aus nächster Nähe besser verstehen zu lernen. Im kleinen Rahmen wollten wir überlegen, mit welchen feinen Lösungsansätzen die JCI in unserer Region zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beitragen könnte.

    In der angeregten Gesprächsrunde begegneten sich verschiedene Welten. Flüchtlinge aus Eritrea, Somalia, Syrien, Nigeria, Mongolei, Sri Lanka und Tibet erzählten von ihren Vorstellungen, Hoffnungen und Berufswünschen in der Schweiz. Schnell wurde klar, dass alle sehr motiviert sind, zu arbeiten. Als grosse Hürde stellte sich schnell die Sprache heraus. Die JCI Mitglieder betonten, dass die wichtigste Voraussetzung für eine Beschäftigung minimale Sprachkenntnisse sind. Dabei zeigten einige Flüchtlinge an diesem Abend gewaltiges Sprachtalent. Sie konnten schon nach wenigen Monaten in der Schweiz als Dolmetscher für ihre Landsleute agieren. Die unterschiedlichen Kulturen haben zum Teil andere Werte. Während die Schweizer meistens eine offene Fehlerkultur im Betrieb pflegen, ist es in einigen anderen Kulturkreisen sehr schwierig, Fehler zuzugeben. In diesem Punkt konnte eine gute Grundlage für mehr gegenseitiges Verständnis geschaffen werden.

    Viele Flüchtlinge haben in ihren Heimatländern Berufe ausgeübt, die sie aufgrund des unterschiedlichen Ausbildungsniveaus in der Schweiz kaum mehr fortführen können. Der Einstieg in die Berufswelt könnte über Praktika erfolgen. Um eine solche begehrte Stelle zu erlangen, ist ein Mindestmass an Integration unabdingbar. Im Gespräch schälte sich heraus, dass über eine Vereinsmitgliedschaft hier ein guter erster Schritt gemacht werden könnte. Die JCI Mitglieder erzählten von ihren Vereinstätigkeiten und die Flüchtlinge interessierten sich stark für alle möglichen Sportarten oder auch für die Musik.

    Die Feedbacks der Flüchtlinge zeigten, dass sie einige Tipps mitnehmen konnten. Die Botschaft seitens JCI war klar: Nicht den Mut und die Geduld verlieren, aber auch die eigenen Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen.

    Beim anschliessenden Apéro wurden die Gespräche fortgeführt, und es wurde nach möglichen Lösungsansätzen im Appenzellerland für das grosse Flüchtlingsproblem gesucht. Die JCI Mitglieder haben viel erfahren und eine neue Sichtweise bekommen. Wie dies nun in weitere konkrete Hilfe umgesetzt werden könnte, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

     
    JCI Facebook