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    Junge Wirtschaftskammer zu Besuch im Kehrichtheizkraftwerk St. Gallen

    730 Kilogramm Siedlungsabfall entsteht in der Schweiz pro Jahr und Person. Doch was passiert mit dem Abfall, nachdem er am Strassenrand oder in Containern zur Abholung bereitgestellt wurde? Die Junge Wirtschaftskammer Appenzellerland hat sich auf die Spuren der Abfallentsorgung gemacht und das Kehrichtheizkraftwerk (KHK) in St. Gallen besucht.

    Der Anlass begann mit einem Input zur Abfallentsorgung in der Schweiz und der Region St. Gallen. 1972 nahm die Verbrennungsanlage in St. Gallen ihren Betrieb auf und wurde bis heute mehrmals erweitert und modernisiert. Heute wird Abfall aus 41 Gemeinden und 200‘000 Einwohnerinnen und Einwohner wird nach St. Gallen ins Kehrichtheizkraftwerk gebracht. Doch Abfall wird in St. Gallen nicht nur einfach verbrannt, sondern als wertvollen Rohstoff betrachtet. Dank moderner Technologie lässt sich der Verbrennungsprozess als wertvolle Energiequelle nutzen.46 Kilometer Leitungsnetz verteilen die gewonnene Energie zum Endverbraucher. Durchschnittlich kann der Strombedarf von 6'500 Haushaltungen gedeckt werden.

    Ausgerüstet mit Leuchtweste, Schutzhelm und Schutzbrille ging es auf dem Weg durch die grossen Räumlichkeiten des KHK. Als erstes konnte einem Krankführer über die Schulter geschaut werden. Der Hightech-Arbeitsplatz erstaunte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    Mit dem unterhaltsamen Krantheater konnte live miterlebt werden, wie der Abfallsack «Burny» seinen Weg von der Anliefermulde bis in den Verbrennungsofen findet. Anschliessend ging es via Kontrollzentrum mit Überwachungs- und Steuerungsmonitoren einige Stockwerke tiefer zu den technischen Anlagen. Dazwischen folgten Erläuterungen zur Sicherheit der gesamten Anlage oder zur Funktionsweise. Nach einem Blick in den 1'000 Grad heissen Verbrennungsofen ging es zum Abschluss auf das Dach der Anlage wo 156 Rebstöcke angepflanzt wurden.

     
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